Windsogsicherung / Befestigung

Die Befestigung der mediterranen Dacheindeckungen ist ein sehr wichtiges Thema und betrifft die Sicherheit eines Daches. Anders als im Süden sind in Deutschland gemörtelte Dachziegel eher unüblich, da der Verarbeitungsaufwand eines gemörtelten Daches sehr viel höher ausfällt, als eine geklammerte oder geschraubte Lösung.
Zudem ist die Statik deutscher Hauskonstruktionen für eine derartige Last nicht ausgelegt.

Aus diesen genannten Gründen wird das Bedachungsmaterial in Deutschland geklammert oder geschraubt. Dazu gibt es sog. Fachregeln, wie das Bedachungsmaterial gesichtert sein muss.
Hierzu bietet das Unternehmen FOS (Fr. Ossenberg-Schule GmbH + Co KG) ein reichhaltiges Angebot und ist damit einer der führenden Hersteller für sog. Windsogsicherungen in Europa.

Einer Windsogsicherungsvorschrift unterliegen alle Dachziegel, die im Bundesgebiet eingesetzt werden. Seien es Tonschindeln, romanische Dachziegel, Glattziegel oder Mönch Nonne Dachziegel.
Dazu werden die verschiedenen Regionen des jeweiligen Landes in Windzonen eingeteilt, um die Stärke der Sicherungsmaßnahmen festzulegen.
Deutschland ist wie folgt eingeteilt:
 

 (Windzonenkarte der DIN 1055-4 / Quelle FOS / Stand 2013):

FAQ Bedachung Windsogsicherung - Windzonenkarte von Deutschland nach der DIN 1055-4

(© FOS)

Ganz Süddeutschland liegt in Windzone I oder II, Norddeutschland liegt in Zone II. Für die Zonen I gilt: ab 600 Meter über NN. Zone II, ab 830 Meter über NN Zone III. Die Nordseeküste und Teile der Ostseeküste liegen in Zone III und die Nordseeinseln bilden die Zone IV (siehe Windzonenkarte Abb. 4). Liegen Gebäude auf der Grenzlinie von zwei Windzonen, ist immer die nächst höhere zu wählen (Quelle FOS http://www.fos.de/de/Windsogsicherung/Laenderinfos/Deutschland/)

Doch nicht nur die Windzonen sind für die Berechnung der Sicherungsmaßnahmen wichtig. Folgende Faktoren sind für eine richtige Windsogsicherung zu berücksichtigen:

  1. Auch die Höhen der Gebäude
  2. Gebäudeart / Windinnendruck
  3. Gebäudelage (evtl. exponierte Lage)
  4. Dachformen
  5. Dachneigung und Eigengewicht der Dacheindeckung
  6. Dachbereichseinteilung, da die Sogkraft auf dem Dach verteilt ist.
  7. Offene oder geschlossene Dachunterlage


1. Höhe des Gebäudes
Bei der Höhe des Gebäudes wird die maximale Firsthöhe zu Grunde gelegt.


2. Gebäudeart / Windinnendruck
Nicht zu unterschätzen ist der Gebäudeinnendruck. Ein Indiz für den Windinnendruck sind schlagende Türen, wenn ein Fenster geöffnet wird. Der Gebäudeinnendruck kann von Innen auf das Deckmaterial einwirken und den Sog erhöhen.


3. Gebäudelage (evtl. exponierte Lage)
Mit der Gebäudelage ist der genaue Standort des Gebäudes gemeint. Steht das Gebäude am Hang, Steilküsten oder freistehend. Erfüllt sich einer dieser Aufzählungen, spricht man von einer sog. exponierten Lage, die einer zusätzlichen Sicherung bedarf.


4. Dachformen
Weiter wird im Zusammenhang mit der Windsogsicherung zwischen zwei Dachformen unterschieden:


5. Dachneigung und Eigengewicht der Dacheindeckung
Bei der Dachneigung, die ebenfalls zu berücksichtigen ist, wird sogar zwischen 3 Dachneigungsgruppen in Verbindung mit dem Eigengewicht der Dacheindeckung unterschieden (Quelle FOS):

 

10° bis 30° starke Windsoglasten bei hohem Einfluß Eigengewicht
30° bis 55° geringer Windsog, geringer Einfluß Eigengewicht
über 55° geringster Windsog, Eigengewicht unbedeutend

Da es sich um eine Soglast handelt, spielt das Eigengewicht auch eine Rolle, wie man an der obigen Tabelle ablesen kann. Diese wirkt dem Sog entgegen und hilft das Material auf der Dachkonstruktion zu halten.


6. Dachbereichseinteilung, da die Sogkraft auf dem Dach verteilt ist.
Es gibt bei der Aufteilung des Daches drei Bereiche:

Dachbereiche:

Randbereiche, Eckbereiche und Flächenbereiche. Die Breite der Rand- und Eckbereiche beträgt 1/8 der kleineren Gebäudeseite (a), jedoch mind. 1 m. Sie darf für Wohn- und Bürogebäude, sowie bei geschlossenen Hallen mit Breiten < 30 m auf 2,0 m begrenzt werden (Quelle: FOS)

FAQ Bedachung Windsogsicherung - Dachskizze mit markierung der einzelnen Dachbereiche

 

Randbereiche / Dachdurchdringungen:

Auch Dachdurchdringungen bilden Randbereiche. Als Dachdurchdringungen gelten Unterbrechungen der Dachfläche, die mind. an einer Stelle mehr als 0,35 m aus der Dachfläche herausragen und die über mind. eine waagerechte Abmessung von mehr als 0,5 m verfügen. Die Breite des erforderlichen Randstreifens beträgt 1/2 der längeren Seite (b) jedoch mind. 1 m und max. 2 m.

 

FAQ Bedachung Windsogsicherung - Kaminskizze mit markierten Randbereichen
 

7. Offene oder geschlossene Dachunterlage
Die Dachunterlage ist der letzte Punkt, auf den Rücksicht zu nehmen ist, wenn es um Befestigungsmaterial der Dacheindeckung geht.

Unter einer geschlossenen Deckunterlage versteht man folgende Begriffe:


Unter einer offenen Deckunterlage versteht man nicht ausgebaute Dächer

 

Dies sind nun alle Faktoren, die bei der Auswahl der richtigen Sicherung des Daches ausschlaggebend sind.

Bei den Sturmklammern (Klammern f. Flächenziegel) gibt es je nach Dachziegelmodell verschiedenste Möglichkeiten. Dachziegel können an der Kopfverfalzung oder an der Seitenverfalzung gehalten werden. Es gibt auch Klammern, die gleich vier Dachziegel ein einmal am Dach halten. Folgende Strumklammersysteme stehen zu Auswahl:

 

Kopfseitenfalz-klammer Kopffuss-
klammer
Kopf-
klammer
Seitenfalz-
klammer
Multiblock
FAQ Bedachung Windsogsicherung - Produktbild Kopfseitenfalzklammer FAQ Bedachung Windsogsicherung - Produktbild Kopffussklammer FAQ Bedachung Windsogsicherung - Produktbild Kopfklammer FAQ Bedachung Windsogsicherung - Produktbild Seitenfalzklammer FAQ Bedachung Windsogsicherung - Produktbild Multiblock
FAQ Bedachung Windsogsicherung - Verarbeitung der Kopfseitenfalzklammer am Dach FAQ Bedachung Windsogsicherung - Verarbeitung der Kopffussklammer am Dach FAQ Bedachung Windsogsicherung - Verarbeitung der Kopfklammer am Dach FAQ Bedachung Windsogsicherung - Verarbeitung der Seitenfalzklammer am Dach FAQ Bedachung Windsogsicherung - Verarbeitung der Multiblockklammer am Dach


Im Bereich der Firstklammern bzw. Gratklammern ist die Auswahl an verschiedenen Klammerarten wesentlich kleiner, da diese in der Regel immer gleich am Kopf des First- bzw. Gratziegels befestigt werden. Jedoch ist auch hier das Modell ausschlaggebend.

FAQ Bedachung Windsogsicherung - Beispielbild einer Firstklammer

(Beispiel einer Firstklammer)

 

Das Material für die Windsogsicherung produziert auf FOS aus hochwertigsten und widerstandsfähigsten Materialien wie Edelstahl, Kupfer oder Aluminium. Doch auch Legierungen stellt FOS zur Verfügung. Hier sind die Legierungen Vollverzinkung und eine neuartige Legierung namens ZIAL®
Diese Legierung vereint die Besten Eigenschaften von Aluminium und Zink.

 


 

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