Verlegung von Terrassenplatten

Verarbeitung von TerrassenplattenWie verlegt man Terrassenplatten? Und was gibt es dabei alles zu beachten? Alle Informationen rund um Terrassenplatten finden Sie bei uns.

Inhaltsverzeichnis:
1. Vorbereitung
2.1. Verlegung in Kies/Sand (nur Terrassenplatten)
2.2. Verlegung in Speis (Klebefundament) (Balkonfliesen & Terrassenplatten)
2.3. Verlegung auf Stelzlagern (nur Terrassenplatten)
3. Pflegeaufwand vor der Verlegung
4. FAQ - Häufig gestellte Fragen
- Unebenheiten
- Verwendung im Poolbereich

Wir weisen darauf hin, dass die folgenden Ausführungen unseren Erfahrungen entsprechen und wir keine Gewähr oder Haftung für die folgenden Angaben übernehmen. Das heisst, dass die Verlegung stets auf eigenes Risiko erfolgt.

Checkliste

Wir verwenden in dieser Checkliste eine Terrassengröße von 3x7m mit den Maximalwerten für die Kies- und Sandschicht/Klebefundament.

O - Arbeitsmaterial um eine Fläche auszuheben
O - Kies für 7.35m³*
O - Sand oder Mörtel für 2.1m³*
O - Rüttler
O - mehrere Pflöcke und ausreichend Schnur. (daran orientiert sich der Fugenverlauf)
O - Gesteinsmehl, Sand, Quarzsand oder Fugenmörtel zum ausfugen
O - Gartenschlauch mit Wasseranschluss
O - Schaufel zur späteren Korrektur (Nur bei der Verlegung in Sand)

* Wie viel m³ Sie benötigen, können Sie ganz bequem hier online ausrechnen lassen: http://www.derdualstudent.de/kubikmeter-rechner.html

Oder Sie folgen dem Formelweg:
L * B * H

1. Vorbereitung und Verarbeitung

Folgende Vorbereitungen sind zu treffen / Folgendes Fundament wird empfohlen:

- 30 - 35cm Kiesschicht (Grobe Körnung von 32-45mm)
- 5 - 10cm Sandschicht oder ein Klebefundament
- 2%-5% Neigung von der Hauswand weg (Schutz vor Feuchtigkeit)
Freiliegende Terrassen, die nicht an einer Wand angeschlossen sind, benötigen ebenfalls die Neigung um eine stehende Feuchtigkeit zu verhindern.

Achtung:
Zu den 45cm Fundament mit Kies und Sand muss zudem noch die Stärke der Terrassenplatten mit einkalkuliert werden, sodass die Platten später ebenerdig liegen.

Wir fangen im ersten Schritt an, die entsprechende Fläche abzustecken und auszuschachten. Ist dieser Schritt geschafft, füllen wir nun Schichtweise unseren Kies ein, jede Schicht wird hier mit einem Rüttler verdichtet. Aufpassen: Gefälle nicht vergessen.

Ist der Kies komplett verarbeitet, können wir nun den Sand nachkippen und ebenfalls verdichten. Alternativ zum Sand kann auch ein Klebefundament aus Fertig gemischtem Dickbett-Klebemörtel verwendet werden. Bei einem Untergrund aus Beton muss gegebenenfalls Estrich aufgetragen werden um ein Gefälle zu erzeugen.

Ist die zweite Schicht aus Sand oder dem Klebefundament auch fertig, können die Terrassenplatten verlegt werden. Es wird eine Fuge von drei bis fünf Milimetern empfohlen sowie eine etwas größere Dehnungsfuge zur Hauswand.

Wer Betonwerksteinplatten verlegt, kann Fugenkreuze verwenden. Ein Fugenkreuz sorgt für einen immer gleichbleibenden Abstand. Die Fugenkreuze werden nicht entfernt. Beim Festklopfen ein Brett über die Platten legen und erst dann mit einem Gummihammer darauf schlagen.

Im letzten Schritt wird die Terrasse verfugt. Es gibt hier zwei Arten zwischen denen Sie wählen können.
1. Sand Fuge
2. Fugenmörtel

Eine Fuge aus Sand bzw eine flexible oder nicht feste Fuge bietet den Vorteil, Materialspannungen zu minimieren. Der Nachteil ist, dass sich loses Material über die Jahre hinweg verflüchtigt und deshalb nachgekippt werden sollte.

Beim Fugenmörtel haben Sie den Vorteil, dass die Fuge permanent bestehen bleibt und sehr gut gegen Unkraut schützt. Der Nachteil an Fugenmörtel ist, dass die komplette Terrasse "fest miteinander" verbunden ist und sich daher nicht bewegen kann. Spannungsrisse können über einen längeren Zeitraum entstehen. Spannungsrisse kommen z.B. häufig im Badezimmer oder an der Hauswand vor. Diese Risse entstehen durch Bewegungen des Gebäudes und sind in den meisten Fällen harmlos.

Warum wird eine Kiesschicht benötigt?

Arbeitet man nicht auf einem entsprechenden Fundament, kann der Untergrund weiterhin arbeiten und sich frei bewegen. Das kann nach einigen Jahren oder Monaten dazu führen, dass die Steine durch Wurzeln hochgedrückt werden oder die Terrasse unschön auseinander geht.
Die Kiesschicht sorgt zusätzlich für einen Wasserabfluss und erschwert Unkraut das Wachstum.

Unten sehen Sie eine Schritt-für-Schritt Anleitung am Beispiel unserer Terrassenplatten Nature. (Alle Bilder können zur Vergrößerung angeklickt werden).

Vorbereitete Fläche Fläche mit Brechsand auffüllen Brechsand per Hand glatt streichenFläche verdichten mit Rüttler Stangen in den Ecken mit Faden zur Höhenermittlung Nachbesserungen mit BrechsandVerlegung der ersten Terrassenplatten Spatenkorrektur SpatenkorrekturNachbessern mit Brechsand bei Bedarf Fertigstellen der Terrasse Ungerade Abschluss außenKorrektur durch den Spaten für Begradigung des Abschlusses Kies einfegen Terrasse mit viel Wasser sauber spülen (Kies setzt sich)Graphithände Fertige Terrasse Nahaufnahme

2.1 Verlegung in Kies/Sand

1. Terrassenfläche ausheben*
2. 30-35cm starke Kiesschicht glattziehen
3. mit einem Rüttler verdichten
4. 5-10cm starke Sandschicht glattziehen
5. mit einem Rüttler verdichten
6. Verlegung der Terrassenplatten
7. regelmäßiges Kontrollieren und ggf. korrigieren (Spatenstiche)
8. Bei Unebenheiten nachbessern
9. Ungerade Abschlüsse mit dem Spaten korrigieren

*Beachten Sie, dass die Stärke der Terrassenplatten bereits mit ausgehoben wird, da Sie sonst kein bündiges Ergebnis erreichen

Beispiel Verlegung in Sand

2.2 Verlegung in Speis/Klebefundament

Bei der Verlegung in Speis gilt die gleiche Aufbauweise wie in Kies und Sand. Allerdings wird hier die Sandschicht durch ein Klebefundament ersetzt. Die Vorarbeiten sind aber genauso zu beachten.

1. Terrassenfläche ausheben*
2. 30-35cm starke Kiesschicht glattziehen
3. mit einem Rüttler verdichten
4. Klebefundament (z.B. Beton) aufbringen
6. Verlegung der Terrassenplatten
7. regelmäßiges Kontrollieren und ggf. korrigieren (Spatenstiche)
8. Bei Unebenheiten nachbessern
9. Ungerade Abschlüsse mit dem Spaten korrigieren

*Beachten Sie, dass die Stärke der Terrassenplatten bereits mit ausgehoben wird, da Sie sonst kein bündiges Ergebnis erreichen.

Welcher Mörtel kann verwendet werden?

Fertig gemischter Dickbett-Klebemörtel eignet sich für die Verarbeitung der Terrassenplatten hervorragend.

Sollten die Platten in Speis verlegt werden, ist für den Ablauf des Wassers Sorge zu tragen, um Beschädigungen zu vermeiden.

Beispiel Verlegung in Speis

Pflege

Je nach Beschaffenheit und persönlichen Wünschen, können Terrassenplatten imprägniert werden. Die Imprägnierung sorgt dafür, dass die Terrassenplatte kein Wasser aufnehmen kann (Lotusblüten-Effekt). Der Vorteil bei einer solchen Imprägnierung ist, dass die Terrasse dadurch schmutz- und wasserabweisend wird und über Jahre hinweg einen neuwertigen Zustand beibehält.

Vorteile einer Imprägnierung:
- Wasser- und Schmutzabweisend
- Feuchtigkeit kann weiterhin nach Außen abgegeben werden
- Jahrelanger Schutz
- Keine optischen Veränderungen durch die Imprägnierung
            Die Farbe des Gegenstandes bleibt im Originalzustand

Eine Imprägnierung schützt Ihre Terrasse, je nach Witterungseinflüssen zwischen fünf bis sieben Jahren.

Imprägnierung

3. FAQ - Häufig gestellte Fragen

Sind die Terrassenplatten uneben?

- Unsere Terrassenplatten Nature haben einen kleinen Spielraum in der Ebenheit bei jedem einzelnen Element. Diese minimalen Veränderungen bemerken Sie im Normalfall nicht. Auch Möbel können problemlos auf den Terrassenplatten Nature abgestellt werden, ohne das die Möbel wackeln.

Verwendungzweck: Pool?

- Unsere Terrassenplatten Nature eignen sich nicht als Poolumrandung oder in unmittelbarer Nähe von chlorhaltigem Wasser ode alkalihaltigen Säuren. Die Terrassenplatten werden im sogenannten Wet-Cast-Verfahren hergestellt und reagieren empfindlich auf die oben genannten Flüssigkeiten.

Nicht verwendbar für:
- Pool mit Chlor oder in der unmittelbaren Nähe davon
- alkalihaltige Säuren

Einsatzmöglichkeiten:
- Naturteich
- Terrasse
- Treppenstufen - Außen
- Als Weg - besonders für Baumscheiben
- Als Kanten/Umrandung - Kanten verfügbar

Sehen die Terrassenplatten immer gleich aus?

Nein. Unsere Terrassenplatten Nature haben je Format bis zu 5 verschiedene Oberflächen. Das bedeutet für Sie: Selbst wenn zweimal das gleiche Format nebeneinander liegt, sehen beide dennoch anders aus.


 

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