Bei Tondachziegeln gibt es verschiedenste Oberflächen. Anders als bei Betondachsteinen ist Ton ein lebendiger Grundstoff, dessen Kapilaren sich je nach Witterung öffnen und schließen. Beton hingegen bietet eine poröse Oberfläche, die mit zunehmendem Alter der Dachsteine auch offener wird.
So kann man oft beobachten, dass sich bei Betondachsteinen sehr große Flechten und Moose bilden, die vom Dach nur noch mit mechanischen Mitteln zu entfernen sind.
Tonprodukte, unabhängig davon, ob aus dem Süden oder aus hiesiger Produktion, werden nach einger Zeit, besonders auf der Nordseite, in der Regel von einem leichten Grünschleier überzogen. Dieses geschieht auch bei Glasuren (siehe Bilder).
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(Glasiertes Dach nach vier Jahren)
Die Allgemeinheit begreift Glasuren und auch Engoben als eine Art Schutzschicht, die den Ziegel vor dem Begrünen schützen soll. Dieses ist nicht richtig.
Glasuren und auch Engoben werden aufgetragen, um die Optik und das Erscheinungsbild des Daches zu beeinflußen. Sicherlich ist eine Glasur glatter, was eine Bemoosung erschwert. Der Nachteil allerdings ist, dass der Ton und dessen Kapillaren luftdicht abgeschlossen sind und dieses eine Begrünung wiederum begünstigt.
Eine Engobe ist eine Tonschlämme, die auf den sog. Rohling vor dem Brennen aufgetragen wird um eine besondere Farbe hervorzurufen.
Je nach Brenntemperatur verändert sich auch die Oberfläche des Dachziegels. Bei besonders hohen Temperaturen ist zu beobachten, dass die Oberfläche des Ziegels zunehmend aufgerauht wird.
Milde Temperaturen lassen den Ziegel glatter wirken, wobei hier auch die Zusammensetzung der Rohstoffe eine Rolle spielt.
In dem unten befindlichen Video wird der Perleffekt gezeigt. Der Ziegel wird vom Werk silikonisiert. Dies bedeutet, dass Wasser und Schmutz an dem Ziegel temporär einfach abperlt. Zu vergleichen ist dieser Effekt mit der dem Lotuseffekt in der Natur.
Um diesen Effekt dauerhaft zu gewährleisten empfehlen wir eine Imprägnierung.
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